Der Mond bedeckt Jupiter am 23. Februar 2002
Auf seinem monatlichen Weg durch die Sternbilder des Tierkreises begegnet der Mond auch den Planeten. Meistens zieht dabei der Mond nördlich oder südlich am Planeten vorbei. In eher seltenen Fällen ist die scheinbare Begegnung so eng, dass der Mond uns den Blick auf den viel weiter entfernten Planeten versperrt. Am 23. Februar kann ein solches Ereignis von Mitteleuropa aus beobachtet werden: Jupiter verschwindet am frühen Morgen des 23. Februar hinter dem Mond.
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Animation des Beginns der Bedeckung in Schritten von einer Minute. Zuerst verschwinden die vier grossen Jupitermonde dann der Planet selbst hinter dem schwarzen Mondrand (vergrössern!) . Animation: R Brodbeck.
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Für den deutschen Sprachraum findet das Ereignis in den Morgenstunden etwa gegen 4 Uhr früh statt. Der Mond ist noch zunehmend, deshalb wird Jupiter hinter der dunklen Mondseite verschwinden. Der Mond steht dabei schon relativ tief über dem Horizont in Richtung Westnordwest. Jupiter lässt sich problemlos von blossem Auge auffinden. Kein anderer Stern leuchtet z.Z. heller als er. Ein Fernglas hilft jedoch sehr bei der Beobachtung. Man kann damit auch seine vier grossen Monde als Sternchen in seiner unmittelbaren Umgebung erkennen. Am Morgen der Bedeckung werden die Jupitermonde westlich (rechts für die Nordhalbkugel) von Jupiter stehen.
Da sich der Mond relativ zu Jupiter von Westen nach Osten (von rechts nach links für die Nordhalbkugel) bewegt, verschwinden die Jupitermonde zuerst hinter dem Mondhorizont (östlicher Mondrand). An dieser Stelle ist es noch Nacht auf dem Mond. Die Jupitermonde werden also nacheinander einfach plötzlich in einigem Abstand zum beleuchteten Teil des Mondes verschwinden. Bei Jupiter dauert es einige Sekunden, bis er ganz hinter dem Mond "untergegangen" ist. Im Fernglas wird man das als allmähliches erlöschen empfinden, während der Fernrohrbesitzer beim Untergang des Jupiterglobus gut zusehen kann.
Nach ca. einer Stunde werden zuerst die Jupitermonde und dann Jupiter selbst wieder auf der beleuchteten Seite erscheinen. Nur sind dann für manche Orte die beiden Gestirne Jupiter und Mond bereits untergegangen (siehe Tabelle). Für die anderen Orte steht der Mond zum Ende der Bedeckung nur noch ganz knapp über dem Westnordwest-Horizont.
Für die übrigen Orte variieren die Eintrittszeiten nur um ein paar Minuten. Deshalb sind hier nur die wichtigsten Städte berücksichtigt, zumal es sowieso besser ist, eine Viertelstunde vor dem Anfang der Bedeckung mit der Beobachtung zu beginnen.
Die zweite und letzte vom deutschen Sprachraum aus beobachtbare Bedeckung eines Planeten durch den Mond im Jahre 2002 findet am Abend des 16. April statt. Der zunehmende Mond wird dann Saturn bedecken.
Häufigkeit der Jupiterbedeckungen
Jupiterbedeckungen sind für einen ortsfesten Beobachter seltene Ereignisse. Für Zürich finden in der Zukunft nur wenige Jupiterbedeckungen statt:
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Häufigkeit von Jupiterbedeckungen
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15. Juli 2012, um 04::00, 9-15° Mondhöhe
28. November 2019, um 11:00 (Tag), 5-13° Mondhöhe
20. Januar 2031, um 7:00 8-12° Mondhöhe
22. November 2034, um 1:00, 22-13° Mondhöhe
31. Oktober 2037, um 5:00, 57-63° Mondhöhe
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9. Januar 2085, um 22:30, 60-65° Mondhöhe
(nächste, am Abendhimmel stattfindende Jupiterbedeckung)
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Jupiterbedeckungen durch den Mond für Zürich.
» Andere Orte auf der gesamten Welt.
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Roland Brodbeck