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Die Planeten

Jupiter und Saturn sind die unbestrittenen Glanzpunkte am Abend- und Nachthimmel – sie stehen in den höchsten Regionen der Ekliptik und hoch am Nachthimmel. Mars ist weiterhin am Abendhimmel im Westen zu sehen und der lichtschwache Merkur steht in den ersten zwei Januarwochen in einer günstigen Sichtbarkeit in der Abenddämmerung.

Mars

Ansicht von Mars - alle 10 Minuten aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Mars, aktuelle Ansicht

Unser rote Nachbarplanet überschreitet im Januar im Sternbild Fische den Äquator nordwärts. Er gewinnt also rasch höhere nördlichere Deklinationen und entflieht so weiterhin der Abenddämmerung. Verglichen mit seiner guten Sichtbarkeit im Sommer 2001 erscheint er nun im Teleskope als kleiner roter Fleck, auf dem keinerlei Details ausgemacht werden können. Mars kann bis rund 22 Uhr im Südwesten in einem ansonst sternenarmen Himmelsabschnitt beobachtet werden. Am 18. Januar erhält Mars Besuch vom Mond.


Merkur

Merkur in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / Barmettler.
Merkur in der Abenddaemmerung

Merkur steht zu Jahresbeginn während der Abenddämmerung tief im Westen. In den ersten zwei Wochen nimmt seine Helligkeit von –0.8 auf –0.1 mag ab, so dass er ab Mitte Januar schwieriger zu erhaschen ist. Am 11. Januar erreicht der sonnennächste Planet die grösste Elongation von der Sonne, d.h. er befindet sich an diesem Tag von der Erde aus betrachtet in grösstem Winkelabstand von unserem Zentralgestirn (19°).

In der Abenddämmerung am 15. Januar steht die schmale Mondsichel östlich von Merkur und dieser kann mit Hilfe des Mondes einfacher gefunden werden.

Saturn

Der Ringplanet Saturn scheint mit seinen weit geöffneten Ringen in diesem Winter besonders hell und die Ansicht im Teleskop ist spektakulär – lassen Sie sich in Ihrer Sternwarte die Ringe zeigen. Der Durchmesser der Ringe ist praktisch gleich gross wie der Scheibendurchmesser von Jupiter.

Saturn steht im Herzen des Sternbildes Stier, etwas nördlich des Sternes Aldebaran, der mit einer Helligkeit von 0.9 mag rund 2.5-3 mal lichtschwächer ist als der Ringplanet. Saturn steht im grossen offenen Sternhaufen Hyaden – im Fernglas ein besonders hübscher Anblick.

Jupiter

Der grösste Planet des Sonnensystems steht in der Neujahrsnacht in Opposition zur Sonne, d.h. er steht dann von der Erde aus beobachtet der Sonne direkt gegenüber. In diesem Jahr befinden sich die drei Gestirne Sonne, Erde und Jupiter so nahe an einer direkten Linie, dass von Jupiter aus betrachtet die Erde sogar vor der Sonne durchläuft (Transit)!

Der Planet lässt sich die ganze Nacht beobachten, weil er beim Untergang der Sonne im Osten aufgeht und bei Sonnenaufgang untergeht. Deshalb ist Jupiter mit seiner Helligkeit von –2.7 mag bei weitem das hellste Objekt am Nachthimmel – selbst wenn er in diesen Monaten in einem von hellen Sternen übersäten Himmelsgebiet steht. Im Januar befindet er sich im Sternbild Zwillinge.

Lassen Sie sich den Anblick der grossen Jupiterscheibe durch ein Teleskop in diesem Monat nicht entgehen – sein Durchmesser ist praktisch so gross, wie er überhaupt von der Erde aus betrachtet werden kann. Er wird Sie durch seine Wolkenbänder überraschen!

Mit unserer Online-Software CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und Simulationen anzeigen lassen.

Venus

Unser innerer Nachbar steht am 14. Januar in oberer Konjunktion mit der Sonne und kann deshalb ohne besondere technischen Mittel nicht beobachtet werden.

Arnold Barmettler



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30.12.2001 23:57 Uhr, Arnold Barmettler

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