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Der Sternenhimmel an den Abenden im Dezember zeigt typische Sternbilder aus verschiedenen Jahreszeiten und ist übersäht mit hellen Sternen: Am Westhimmel verabschiedet sich das Sommerdreieck, hoch im Süden steht das Herbstviereck (Pegasus), Andromeda, Cassiopeia und Perseus stehen im Zenit, und im Osten ist auch schon das Wintersechseck über dem Horizont.
» Verwenden Sie die Beschreibung des Sternenhimmels gemeinsam mit unserer Sternkarte.
Tief am Westhimmel zeigt sich noch für kurze Zeit nach der Abenddämmerung das Sommerdreieck mit den hellen Sternen Wega, Deneb und Atair. Bereits den Kulminationspunkt überschritten hat auch das sogenannte Herbstviereck, das in der Mytologie geflügelte Pferd Pegasus. Die oberen (nördlicheren) beiden Sterne des Vierecks, Scheat und Alpheratz bilden den Anfang einer leicht geschwungenen Verbindungslinie zu weiteren Sternen. Alpheratz gehört offiziell nicht zum Pegasus, sondern ist der Hauptstern des Sternbildes Andromeda. Etwas oberhalb der gedachten Verbindungslinie erkennen Sie ein schimmerndes Nebelchen. Dies ist unsere Nachbargalaxie M31, die weiter unten etwas genauer beschrieben ist.
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Verlängern Sie die Hauptachse von Andromeda weiter gegen Osten, so gelangen Sie zum Hauptstern des Perseus, Mirfak. Etwas nördlicher, aber ebenfalls in Zenitnähe, befindet sich das bekannte Himmels-W (oder Himmels-M) der Cassiopeia. Zwischen Perseus und Cassiopeia erkennt man abseite von Städten zwei Nebel, die sich im Fernglas als Sternhaufen entpuppen. Dies sind h+chi Persei. Im schwachvergrössernden Teleskop sind diese offenen Sternhaufen eine Augenweide.
Der helle Stern etwas tiefer und westlich von Perseus ist Capella im Sternbild Fuhrmann (lat. Auriga). Er bildet zusammen mit den Hauptsternen der anderen bekannten Wintersternbildern Zwillinge, Kleiner und Grosser Hund, Orion und Stier das Wintersechseck.
Im Norden schwingt sich der Grosse Wagen rasch wieder von seiner tiefsten Position am Himmel empor.
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Hoch über unseren Köpfen steht im Dezember unsere Nachbargalaxie M31. Sie befindet sich im Sternbild Andromeda, und kann in klaren, möglichst mondlosen Nächten ohne optische Hilfe als verschwommenen Fleck am Himmel ausgemacht werden. Von einer Stadt aus sollte die Geschwistergalaxie unserer Milchstrasse mit einem Fernglas sichtbar sein.
Das Licht, das von M31 auf unsere Netzhaut fällt, war 2 Millionen Jahre unterwegs, d.h. wurde vor 2 Millionen Jahre von den Sternen der Andromedagalaxie ausgestrahlt. Forscher haben berechnet, dass die Andromedagalaxie in 2 Milliarden Jahren mit der Milchstrasse kollidieren wird. Die Materie in Galaxien ist aber so dünn gesäht, so dass möglicherweise nicht viel direkte Zerstörung angerichtet wird; die Sterne der Galaxien werden mehrheitlich aneinander vorbeidriften. Hingegen werden die gravitationellen Kräfte zu Verzerrungen in der Spiralarmstruktur führen.
Eine Reihe von hellen Planeten stehen am Abendhimmel: Mars befindet sich im Wassermann, Saturn im Stier und Jupiter inmitten der Zwillinge.
» Hier erfahren Sie mehr zu den Planeten.
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