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Die Planeten

Die Gasplaneten Jupiter und Saturn stehen diesen Monat der Sonne gegenüber und sind deshalb der Erde am nächsten. Sie dominieren mit ihrem hellen Glanz den Nachthimmel. Im Teleskop lassen sich bemerkenswerte Details erkennen. Mars steht noch am Abendhimmel und Ende Monat beginnt eine gute Abendsichtbarkeit des sonnennächsten Planeten Merkur.

Mars

Ansicht von Mars - alle 10 Minuten aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Mars, aktuelle Ansicht

Mars strebt in diesem Monat rasch Richtung Norden und erreicht nördlichere Deklinationen. Deshalb ist er weiterhin gut am Abendhimmel sichtbar, auch wenn seine Helligkeit bis Ende Monat auf 0.7 mag abnimmt. Durch seine rötliche Erscheinung und seiner Position in einem Himmelsbereich mit wenigen hellen Sternen ist er trotzdem ein auffälliger Stern im Süwesthimmel. Im Teleskop enttäuscht Mars hingegen. Sein scheinbarer Durchmesser hat so stark abgenommen, dass keine Oberflächendetails mehr ausgemacht werden können, und der Planet nur als kleine rötliche Scheibe erscheint.


Merkur

Merkur in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / Barmettler.
Merkur in der Abenddaemmerung

Der sonnennächste Planet Merkur entfernt sich Ende Monat rasch von der Sonne und steigt steil in den Abendhimmel empor. In den letzten Tagen dieses Jahres kann er rund 30 Minuten nach Sonnenuntergang im Südwesten gesichtet werden. Im Januar zeigt sich der rasch wandernde Planet in einer guten Abendsichtbarkeit.

Uranus und Neptun

Die beiden äussersten Gasplaneten stehen im Sternbild Steinbock und können mit dem Fernglas oder einem Teleskop in den frühen Abendstunden beobachtet werden. Die beiden Planeten erreichen ihre Kulmination in der Abenddämmerung, ihre Kulminationshöhen sind aber mit 20-25° im deutschsprachigen Raum recht bescheiden.

Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar, erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun.

Saturn

Der Ringplanet bietet seine beste Show seit nahezu 3 Dekaden: Er steht in den höchsten Regionen der Ekliptik und seine Ringe sind weit geöffnet. Deshalb strahlt er mit -0.4 mag sehr hell. Zudem steht er am 2. Dezember von uns aus gesehen in Opposition zur Sonne und befindet sich deshalb auch relativ nahe der Erde.

Saturn erscheint mit Beginn der Abenddämmerung am Osthorizont. Er steht nahe des hellen Stiersterns Aldebaran. Saturn unterscheidet sich aber durch seine gelbliche Farbe, während Aldebaran rötlich funkelt. Gegen Mitternacht erreicht Saturn eine grosse Kulminationshöhe, vergleichbar mit der Sonnenhöhe mittags im Juni.

Dieses Jahr bieten die Ringe durch ein Teleskop einen besonderen Anblick, weil sich die Ringe weit geöffnet präsentieren. Die aktuelle Ansicht können Sie aus unseren CalSKY-Bildern entnehmen.

Als Ereignis bietet Saturn diesen Monat eine Bedeckung durch den Mond. Dieses spektakuläre Samstagmorgen-Ereignis wird in unserer Mond-Übersicht genauer beschrieben: In der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember bedeckt der Mond den Saturn gegen 03:30 Uhr.

» Mehr zur Saturn-Bedeckung...

Jupiter

Der Jupiter ist noch heller als der Saturn - er ist sogar der hellste Stern am Abend- und Nachthimmel. Er verfrüht seinen Aufgang im Osten täglich, bis er Ende Monat gleichzeitig mit dem Sonnenuntergang aufgeht: Jupiter steht in der Silvester/Neujahrsnacht in Opposition zur Sonne, d.h. er steht von uns aus gesehen der Sonne gegenüber. Es lohnt sich deshalb, am Abend sein Teleskop auf Jupiter zu richten um Ausschau nach seinen Monden und Wolkenbändern zu halten. Mit unserer Online-Software CalSKY können Sie sich die Zeiten von Finsternissen auf Jupiter berechnen und Simulationen anzeigen lassen.

Venus

Unser innerer Nachbar nähert sich scheinbar rasch der Sonne, und der Planet verschwindet im Laufe des Monats in der Morgendämmerung. Dank seiner Helligkeit von -3.9 mag kann Venus trotzdem noch gefunden werden.

Arnold Barmettler



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20.12.2001 11:41 Uhr, Arnold Barmettler

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