Die Leoniden-Sternschnuppen am 18. November
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Anblick der Erde für die anfliegenden Leoniden. Die Graphik gilt fuer das erste Maximum um 11 Uhr am 18
November. In Europa ist es bereits Tag.
© A. Barmettler, CalSKY.
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Der Meteorstrom, der vor zwei Jahren für einen bei uns beobachtbaren spektakulären Sternschnuppensturm gesorgt hat, wird auch dieses Jahr sehr aktiv sein. Allerdings schaut Europa in den entscheidenden Stunden in die falsche Richtung oder es ist Tag. Eine erste kleinere Spitze wird gegen 11 Uhr morgens erwartet. Bei uns ist es längst Tag, jedoch sollte Nordamerika etwa 2000 bis 3000 Sternschnuppen pro Stunde erleben (ZHR). Der bedeutend stärkere Peak sollte das Ereignis von 1999 noch übertreffen und etwa 8'000 bis 16'000 Objekte pro Stunde verursachen (ZRH), was als spektakulärer Sternschnuppenregen empfunden werden wird. Dies wird zwischen 19 Uhr und 20 Uhr unserer Zeit eintreffen. Selbst wenn am Abend des 18. Novembers Radio und Fernsehen das Eintreffen des Sternschnuppenregens bestätigen sollten, werden Sie hier in Europa davon nichts sehen, denn die Meteoriten treffen die gegenüberliegende Seite der Erde. Australien, China und Japan werden den Schauer in den noch dunklen, frühen Morgenstunden erleben (etwas könnte der äusserste Norden Skandinaviens trotzdem noch mitbekommen). Bis auch wir weit nach Mitternacht in das "Schussfeld" der Leoniden geraten, ist der spektakulärste Teil bereits vorbei. Nur etwa 100 Objekte (ZRH) pro Stunde werden dann noch erwartet. Dies empfindet ein Beobachter als Auftreten einer Sternschnuppe alle paar Minuten.
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Anblick der Erde für die anfliegenden Leoniden. Die Graphik gilt fuer das grosse Maximum um 19 Uhr am 18
November. Europa ist auf der anderen Seite der Erde und geht leer aus. Ostasien und Australien kriegen diesen Sturm bei Nacht mit.
© A. Barmettler, CalSKY.
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Dies hat den Charakter einer Prognose, da keine Raumsonde direkt messen kann, was da tatsächlich auf uns zukommt. Es könnte auch in der Nacht vor dem grossen Schauer (am frühen Morgen des 18. November) und in der Nacht danach (in den frühen Morgenstunden des 19. Novembers) zu für Mitteleuropa beobachtbaren Überraschungen kommen.
2002 wird die Erde zu unseren Lebzeiten zum letzten Mal auf die dichten Bereiche
des Leoniden-Stroms treffen. Die Prognosen sagen einen spektakulären Regen für
Nordamerika voraus; allerdings bei Vollmond (nach William Cooke und S&T, 11, 2001).
Weitere Informationen auf der Leoniden-Seite
des Astrolexikons.