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Schlagzeilen November 2001

Neuer Hinweis auf einen Ozean unter dem Eispanzer von Jupitermond Kallisto

Oberfläche des Jupitermondes Kallisto gegenüber dem Einschlagskrater Valhalla.
Ein neues Bild des Jupitermondes Kallisto, das von der seit 1995 um Jupiter kreisenden amerikanischen Sonde "Galileo" aufgenommen wurde, liefert einen neuen Hinweis auf einen verborgenen Ozean unter der Oberfläche des Jupitermondes. Das Bild zeigt ein Gebiet, dass dem grössten Einschlagskrater des Mondes diametral gegenüber liegt. Die durch den Einschlag verursachten Beben hätten dort zusammenlaufen und die Oberfläche an dieser Stelle markant umgestalten sollen. Diese Merkmale fehlen jedoch.
rbr. Das neue Bild passt in die Vo (JPL/NASA), 30.11.2001

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Erstmals Atmosphäre eines Exoplaneten gemessen

Künstlerische Darstellung des Planeten um den Stern HD 209458. © G. Bacon (<a href="http://oposite.stsci.edu/pubinfo/PR/2001/38/pr.html">STScI</a>/AVL)
Mit dem Weltraumteleskop Hubble wurde erstmals ein chemisches Element (Natrium) in der Atmosphäre des Planetens des Sterns HD209458 gemessen.
phh. Frühere Beobachtungen deuteten schon darauf hin, dass es sich beim Planeten um den sonnenähnlichen Stern HD209458 um einen heissen Gasriesen handelt. Er ist 220mal schwerer als die Erde und hat damit aber erst 70 Prozent der Masse von Jupiter. Der Planet befindet sich sehr nahe beim Zentralgestirn und die Atmosphäre wird auf 1100 Grad Celsius aufgeheizt. In nur 3. . . (NASA, D. Charbonneau (Caltech & CfA), T. Brown (NCAR), R. Noyes (CfA)), 27.11.2001

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Hunderttausend Bilder vom Mars

Marsoberfläche. Beispiel eines MGS-Bildes. © NASA.
Seit 1997 zieht der amerikanische Satellit „Mars Global Surveyor“ seine Bahnen um den roten Planeten. Besonders seine hochauflösende Kamera hat dabei immer wieder für spektakuläre Blicke auf die Marslandschaft gesorgt. Nun stellte die NASA das hundertausendste Marsbild vor.
rbr. Eigentlich ist die Kamera eher ein Scanner denn eine Kamera. Wie beim Bildscanner im Büro wird nur jeweils eine Bildzeile und nicht ein ganzes Bild auf einmal aufgenommen. . . (JPL/NASA), 27.11.2001

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Vorhergesagte zwei Sternschnuppenschauer eingetreten

Leoniden-Sternschnuppen fotografiert 1966 (© : NOAO/AURA/NSF).
Wie vorhergesagt, stiess die Erde am Sonntag mit zwei dichten Partikelwolken des Leoniden-Sternschnuppenstroms zusammen. Der erste Sternschnuppenregen hatte sein Maximum um 12 Uhr MEZ. Der zweite wurde um 19 Uhr MEZ beobachtet. Allerdings wurde bei beiden die vorhergesagte Intensität nicht erreicht.
aba. Zum Zeitpunkt des ersten Maximums am Sonntag 18. November 2001 um 12 Uhr MEZ lag die USA günstig. Die Stärke erreichte entgegen den Vorhersagen nur etwa die Hälfte des 1999 über Europa beobachteten Sternschnuppenregens. . . (dot-comet.com, NASA), 19.11.2001

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Übergang vom Roten Riesen zum Planetarischen Nebel beobachtet?

Radiowellenbild von einem der jüngsten Planetarischen Nebeln: K3-35. Das Objekt hat einen Durchmesser von rund 10
Wahrscheinlich ist der Planetarische Nebel K3-35 im Sternbild Vulpecula erst 17 Jahre alt. Darauf deutet die Entdeckung von Wasser in diesem Objekt.
phh. Am Ende ihrer Lebens blähen sich sonnenähnliche Sterne zu hundertfach grösseren Roten Riesen auf. In diesem Stadium ist der Stern aber relativ instabil und stösst am Ende der Roten Riesen-Phase seine äussere Hülle ab. . . (Miranda et al., Nature 414, 284-286 und CNN.com Space.), 18.11.2001

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Raumsonde Genesis erreicht ihren Einsatzort

Genesis sieht aus wie eine übergrosse Armbanduhr und sammelt während 29 Monaten Sonnenwind. Bild: JPL/NASA.
Am Freitag, 16. November 2001 erreichte Genesis den sog. Lagrangepunkt L1, wo die Anziehungskraft von Erde und Sonne gleich gross ist.
phh. Ab Ende November beginnt dann Genesis mit speziellen Kollektoren den Sonnenwind einzufangen. Der Sonnenwind ist ein Teilchenstrom, der von der Sonne in alle Richtungen ausgeht. Nach rund zweieinhalb Jahren werden die Kollektoren auf die Erde zurückgeflogen und die Teilchen des Sonnenwinds können in Labors direkt analysiert werden. . . (JPL Genesis-Website), 16.11.2001

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Leoniden-Sternschnuppen beeinträchtigen europäischen Satelliten

Ansicht der Erde um 10 Uhr UT aus der Perspektive der anfliegenden Leoniden (© A. Barmettler, astroinfo, calsky.com).
Die Betreiber des europäischen Radarsatelliten ERS2 möchten kein Risiko eingehen, wenn am Sonntag, 18. November 2001, ein ungewöhnlich dichter Meteoroiden-Schwarm - die Leoniden - auf die Erde treffen.
rbr. Um das Risiko eines möglicherweise fatalen Treffers zu minimieren, wird der Satellit ERS2 so gedreht, dass er dem Schauer eine möglichst geringe Querschnittsfläche bietet. . . (ESA), 14.11.2001

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Dichter Sternschnuppenschwarm im Anflug

Leoniden-Sternschnuppen fotografiert 1966 (© : NOAO/AURA/NSF).
Am Wochenende 17./18. November trifft unser Planet auf einen ungewöhnlich dichten Teil von Überresten des Kometen Tempel-Tuttle. Wenn diese staub- und sandkorngrosse Meteoroide auf die Erde treffen, erleben wir eine besonders kräftige Sternschnuppen-Aktivität. Die vorhergesagte Aktivität sieht wie folgt aus:
rbr. Partikel (sog. Meteoroide) , die sich 1799 vom Kometen lösten, werden während des ganzen 18. . . (Sky & Telescope, 11/2001), 14.11.2001

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Aktiver Vulkanismus auf dem Mars?

Die Region Elysium Planitia auf dem Mars. Bild CalSKY/A. Barmettler.
Neue Beobachtungen mit der Sonde Mars Global Surveyor lassen - für den Mars - relativ junge vulkanische Aktivität vermuten.
phh. In den Regionen Elysium und Amazonis Planitia waren vor 10 bis 100 Millionen Jahren oder sogar später Vulkane aktiv. Aufnahmen und Laser-Höhenmessungen mit der Sonde Mars Global Surveyor zeigen flache vulkanische Strukturen, von denen aus relativ frische Lavaflüsse ausgehen. Es scheint, dass die Lava an einigen Stellen über die vereiste Marskruste geflossen ist. . . (Sakimoto et al., GSA Ann. Meet. Abstr. 2001.), 12.11.2001

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Nicht konstante Naturkonstanten

Diese Galaxien sehen wir so, wie sie vor Milliarden Jahren waren. Aufnahme Hubble Space Telescope, STSI.
Sind die Naturkonstanten so konstant wie wir es in der Schule lernen oder verändern sie sich im Laufe der Jahrmilliarden kosmischer Entwicklung? Eine erste Antwort hat möglicherweise nun eine Forschergruppe unter Verwendung modernster Instrumente des Keck-Observatoriums auf Hawaii gefunden.
rbr. Die physikalischen Gesetze beinhalten konstante Werte, wie beispielsweise die Lichtgeschwindigkeit c, die elektrischen Ladung eines Elektrons e oder die Plancksche Konstante h quer. . . (Spektrum 11/2001), 09.11.2001

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Bilder von der Saturnbedeckung

Kurz vor der Saturnbedeckung durch den Mond. Aufnahme von R. Brodbeck.
Am 3. Nov. 2001 konnten zahlreiche Himmelsbeobachter das seltene Ereignis einer Saturnbedeckung mitverfolgen.
phh. Wer das Highlight verpasst hat, bekommt noch einmal eine Chance in der Nacht vom 30. November auf den 1. Dezember 2001 oder schauen Sie sich die Videofilme von Besuchern der Urania-Sternwarte Zürich an. Weitere Bilder und Informationen gibt es auf unseren Finsternisseiten. 05.11.2001

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Erstes Bild von Mars Odyssey 2001

Wärmestrahlung vom Mars: Blaue bis violette Farbtöne zeigen tiefe Temperaturen (bis -120°C), gelbe bis rote Farben zeigen
Aus 22'000 km Höhe hat die Raumsonde Mars Odyssey 2001 die Wärmestrahlung des roten Planeten aufgenommen.
phh. Die Raumsonde nahm dabei die Südhalbkugel von Mars ins Visier und zeigt die zur Zeit etwa 900 km grosse Südpolarkappe mit -120°C Oberflächentemperatur (blaue kreisförmige Struktur). Die Polkappe aus Kohlendioxid ist zur Zeit am Schrumpfen, da auf der südlichen Hemisphäre von Mars bald der Sommer beginnt. . . (JPL/NASA), 2.11.2001

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18.06.2007 13:19 Uhr, Arnold Barmettler

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