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Sternenhimmel
Sterne am AbendhimmelDer Westhimmel präsentiert sich ziemlich arm an hellen Sternen: Einzig der orange Arcturus strahlt hell aus dem Sternbild Bootes. Im Süden ist noch der Skorpion zu sehen. Auffällig ist der rote Stern Antares. Dieser wird aber auch diesen Monat durch den etwas östlich (links) stehenden, hellen Mars überstrahlt. Im Westen geht das grosse Viereck des Pegasus auf. Hoch im Zenit steht das bekannte Sommerdreieck: Dies ist zwar kein eigenständiges Sternbild, aber die drei hellen Sterne Wega (Sternbild Leier), Deneg (Sternbild Schwan) und Altair (Sternbild Adler) bilden eine auffällige Konstellation. Die Sommermilchstrasse wölbt sich hoch über unseren Köpfen: Durchwandern Sie dieses schimmernde Band von einem abgelegenen Ort mit einem Fernglas: Sie werden viele interessante Objekte entdecken! Die hellen Planeten tummeln sich abgesehen vom roten Planeten Mars am Morgenhimmel: hier erfahren Sie mehr zu den Planeten. Sternkarte
Die Sternkarte zeigt den gesamten Himmel, dargestellt für die Zeiten in der linksstehenden Tabelle. Das helle grüne Kreuz in der Bildmitte symbolisiert den Zenit, den Punkt genau über ihrem Kopf. Um den Himmel in Südrichtung zu beobachten, halten Sie die Sternkarte so, wie sie auf dem Bildschirm erscheint, d.h. mit dem grünen Richtungsindikator 'S' gegen unten. Sie können dann die Sternbilder unterhalb des Zenits identifizieren.
Cepheus, der zirkumpolare Teil der Milchstrasse
Das Gebiet der Milchstrasse von Deneb im Schwan bis zur Cassopeia bildet den Teil der Milchstrasse, der im deutschen Sprachraum nie untergeht. Das relativ leicht zu findende Sternbild Cepheus liegt in dem Teil der Milchstrasse, der dem Himmelspol am nächsten kommt. Am Abend im September findet man das Sternbild Cepheus fast im Zenit, also hoch über unseren Köpfen. Die Sterne a,b,i und d (*) bilden nahezu ein Quadrat. Ausserhalb des Vierecks - mehr oder weniger in Richtung des Polarsterns - findet man g. Der Hauptstern a-Cepheii wurde von den Astronomen des alten Arabiens Alderamin (rechter Arm) genannt. Diese Sonne steht in 49 Lichtjahren Entfernung. D.h., das Licht, das zur Durchquerung unseres Planetensystems nur Stunden benötigt, ist 49 Jahre unterwegs, um von Alderamin zur Erde zu gelangen. Seine (absolute) Leuchtkraft übertrifft diejenige unserer Sonne 20 mal. Der Stern Delta-Cepheii ist von ganz besonderer Bedeutung für die Kosmologie. Die Sonne steht für einen mit blossem Auge sichtbaren Stern mit fast 1000 Lichtjahren Distanz relativ weit entfernt. Delta Cepheii strahlt 1780 mal mehr Energie in den Weltraum als unsere Sonne, ist 30 mal grösser und 9 mal schwerer als unser Tagesgestirn. Das Besondere an Delta-Cepheii ist, dass er seine Helligkeit periodisch ändert. Alle 5.3663 Tage nimmt seine Helligkeit um gut einen Faktor zwei zu und ab. Er ist der Prototyp einer nach ihm benannten Klasse von veränderlichen Sternen: die Delta-Cepheiden. Die Periode ihrer Leuchtkraftschwankung ist direkt mit ihrer absoluten Helligkeit gekoppelt. Da diese Sterne auch zu den leuchtkräftigsten gehören, ist es möglich, sie auch in benachbarten Galaxien zu beobachten. Da mit der Messung der Periode der Lichtschwankung eines in einer fremden Galaxis gefundenen Delta-Cepeiden seine absolute Leuchtkraft bekannt ist, kann so die Distanz anhand der tatsächlich beobachteten (scheinbaren) Helligkeit berechnet werden. Damit ist auch die Distanz der Galaxis bestimmt, in der der Delta-Cepheide gefunden wurde. (*) Auf Unix-Systemen fehlt in der Regel der Zeichensatz "Symbol". Anstelle der für die Sternbezeichnungen zu verwendenden griechischen Buchstaben wird man an dieser Stelle leider normale lateinische Buchstaben vorfinden. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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