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[ Sonne | Mond | Blick zum Mond ]

Sonnenlauf
Aktuelles Bild der Sonne  Aufgang   Untergang 
29. Juli 6h00m21h04m
05. August6h09m20h54m
12. August6h18m20h43m
19. August6h27m20h31m
26. August6h37m20h18m
Auf- und Untergänge für Zürich.
Andere Orte auf der gesamten Welt.

Sonne

Sonnenlauf

Die Tagesdauer verkürzt sich im Monat August um 90 Minuten, von fast 15 Stunden (14h53m) auf weniger als 13.5 Stunden (13h25m für Zürich). Sonnenuhren gehen Anfang Monat noch 6.5 Minuten vor, während sie Ende Monat die Lokalzeit korrekt anzeigen.

Arnold Barmettler

Gasausbrüche auf der Sonne

Gasausbrüche, sog. Protuberanzen, gehören zu den spektakulärsten Erscheinungen auf der Sonne. Es handelt sich dabei um ca. 10'000 - 20'000 °C heisses Plasma, welches sich entlang der Magnetfeldlinien der Sonne mit bis zu 700 km/s bewegt.

Protuberanz  
Grosse Sonnenprotuberanz vom 25. Juli 2001. Vergrössern. © Ph. Heck, Urania-Sternwarte Zürich

Mit einem H-alpha Filter lässt sich das Schauspiel durch ein Teleskop verfolgen. Der Filter lässt nur das Licht des ionisierten Wasserstoff bei 6563 Angström (H-alpha) durch und blockt das gleissend helle Licht der Photosphäre ab.

Philipp Heck

Sonnenflecken

Auch nach dem Maximum der Sonnenaktivität im letzten Sommer zeigt die Sonne sehr viele Sonnenflecken. Sie erscheinen nun nicht mehr so stark gruppiert wie vor dem Maximum, sondern überdecken die Sonne mit zahlreichen kleineren Gruppen. Für die ganz sichere Beobachtung der Sonnenflecken ist eine Spezialausrüstung erforderlich. Sehr grosse Sonnenflecken können aber bereits mit Hilfe der Sonnenfinsternisbrille, wie Sie sie vielleicht noch von der Finsternis von 1999 besitzen (ohne Kratzer, Risse oder Löcher), von blossem Auge beobachtet werden. Schauen Sie auf keinen Fall ohne Schutz in die Sonne - auch eine gute Sonnenbrille filtert die gefährliche Strahlung nicht genügend ab.

Bei Teleskop- und Feldstecherbeobachtungen sollten sie ausschliesslich Objektivfilter verwenden (z.B. Mylarfolie) und diese vor jeder Verwendung auf Risse, Kratzer oder gar Löcher kontrollieren um eine Erblindung zu vermeiden.

Einige Sternwarten führen deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages durch. Am besten erkundigen Sie sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich mit dem Sonnenteleskop auf Hawaii aktualisiert wird.


Mondphasen
Aktuelle Mondphase, gegebenenfalls mit gedrückter [shift]-Taste Seite neu laden. © CalSKY Mondphase
04. AugustVollmond, Mond steht am Nachthimmel.Vollmond
12. AugustLetztes Viertel, Mond steht am Morgenhimmel.Letztes Viertel
19. AugustNeumond, Mond steht am Taghimmel.Neumond
25. AugustErstes Viertel, Mond steht am Abendhimmel.Erstes Viertel

Mond

Beobachtung

Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.

Sie können sich bei CalSKY von astro!nfo online einen Kalender von Sonnen- und Mondaufgängen speziell für Ihren Wohnort berechnen lassen.

Die tägliche Mondphase für den gesamten Monat. Führen Sie die Maus auf die Mondbilder und sehen Sie die Zeiten von Auf- und Untergang des Mondes in Zürich. Ebenso zeigen die Sternchen (*) den Tag mit Halb-, Neu- oder Vollmond an.
August 2001
MoTuWeThFrSaSu
   Rise : 19h29m Set : 3h11m (Sgr)    Rise : 20h16m Set : 4h00m (Sgr)    Rise : 20h55m Set : 4h56m (Sgr)    Rise : 21h27m Set : 5h56m (Cap)   7h55.7m Full Moon  Rise : 21h54m Set : 6h59m (Cap)
 Rise : 22h18m Set : 8h02m (Aqr)    Rise : 22h39m Set : 9h05m (Aqr)    Rise : 22h59m Set : 10h08m (Psc)    Rise : 23h19m Set : 11h12m (Cet)    Rise : 23h39m Set : 12h16m (Psc)    Rise : --h--m Set : 13h22m (Cet)    Rise : 0h03m Set : 14h31m (Ari)   9h53.1m Last Quarter
 Rise : 0h30m Set : 15h41m (Tau)    Rise : 1h03m Set : 16h52m (Tau)    Rise : 1h46m Set : 18h01m (Tau)    Rise : 2h40m Set : 19h02m (Gem)    Rise : 3h47m Set : 19h54m (Cnc)    Rise : 5h03m Set : 20h37m (Cnc)    Rise : 6h26m Set : 21h11m (Leo)   4h55.2m New Moon
 Rise : 7h50m Set : 21h41m (Leo)    Rise : 9h12m Set : 22h07m (Vir)    Rise : 10h32m Set : 22h31m (Vir)    Rise : 11h49m Set : 22h56m (Vir)    Rise : 13h04m Set : 23h23m (Lib)    Rise : 14h16m Set : 23h53m (Lib)  21h54.8m First Quarter  Rise : 15h25m Set : --h--m (Oph)
 Rise : 16h29m Set : 0h28m (Sgr)    Rise : 17h26m Set : 1h08m (Sgr)    Rise : 18h15m Set : 1h56m (Sgr)    Rise : 18h56m Set : 2h50m (Cap)    Rise : 19h30m Set : 3h49m (Cap)     



Arnold Barmettler

Blick zum Mond

Der Mond ist uns so nahe, dass der Blick durch das Teleskop einer Volkssternwarte Details zeigt, wie sie bei anderen Körpern des Sonnensystems nur mit Raumsonden auszumachen sind. Da zwei der Redaktoren des Monatsbulletins (Brodbeck, Heck) auch Führungen an der Urania-Sternwarte Zürich durchführen, stellen wir an dieser Stelle jeweils eine Oberflächenformation vor, die mit dem Teleskop der Urania-Sternwarte fotografiert wurde, und die jede Besucherin und jeder Besucher bei geeigneter Mondphase selbst im Teleskop sehen kann.

Zentralberge in Mondkratern

Mondkrater Arzachel  
Mondkrater Arzachel. © R. Brodbeck, Urania-Sternwarte Zürich

Viele Krater auf dem Mond weisen einen Berg genau im Zentrum auf. Dieser sogenannten Zentralberg ist gut zu Beobachten. Jeder Sternwartenbesucher kann ihn - wenn der Mond am Himmel steht - durch das Teleskop erkennen. Das Bild links wurde durch das grosse Linsenteleskop der Urania-Sterwarte Zürich gemacht. Dieses Teleskop wird auch in den öffentlichen Führungen verwendet.

Knapp unterhalb der Bildmitte ist der Mondkrater Arzachel abgebildet. Sein Ringgebirge ragt 4000 Meter über den Kraterboden und sein Durchmesser beträgt 100 Kilometer. Krater werden durch den Einschlag von im Sonnensystem treibenden grossen Felsen - den Asteroiden - erzeugt. Ein vermutlich etwa 10 Kilometer grosser Brocken stiess mit der Mondoberfläche zusammen als Arzachel gebildet wurde. Ein Ereignis, das mit dem Einschlag vergleichbar ist, der auf der Erde die Dinosaurier vernichtet hat. Die Explosion des einschlagenden Asteroiden hebt den Krater aus, während gewaltige Beben Richtung Mondinneres laufen. An der Grenze zwischen verschiedenen Gesteinsschichten werden diese Beben teilweise reflektiert und türmen dort, wo sie senkrecht aus der Tiefe zur Oberfläche zurückkommen, den Zentralberg auf.

Lesen Sie mehr über Krater auf der Erde in unserem Monatsthema.

Roland Brodbeck



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12.10.2001 12:02 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo