Die Planeten
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Mars ist nun in voller Helligkeit auch am Abendhimmel als heller roter Stern im Süden zu sehen. Am Morgenhimmel tummeln sich die anderen Planeten: Venus ist der helle Morgenstern, der mitte Monat den Saturn besucht. Jupiter schält sich bereits wieder aus der Morgendämmerung und zeigt Anfang Monat den Weg zum sonnennächsten Planeten Merkur.
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Mars
Mars, der in fast 2 Jahren um die Sonne kreist, ist auch im Juli noch heller und grösser, als er es seit 1990 war. Der rote Planet scheint nach Sonnenuntergang im Südost-Himmel.
Seine Helligkeit ist -2, das ist rund 5-mal heller als irgendein anderer Stern, der dann sichtbar ist.
Mars hält sich leider in den südlichsten Regionen der Ekliptik auf - im Skorpion - und ist deshalb wegen der thermischen Luftbewegung in der Atmosphähre eine Herausforderung für Beobachter mit Teleskop.
Der Planet Mars steht am 19. Juli nur rund 5° östlich des ebenfalls rötlich scheinenden Hauptsterns des Skorpion, dem Antares. Mars stiehlt aber dem ohne der Anwesenheit von Mars auffälligen Antares noch den gesamten Monat über die Show.
Am 17. Juni begann auf Mars der Herbst. Deshalb können wir in diesen Wochen den Planeten von Pol zu Pol sehen: Der
Südpol verfügt über eine markante Polkappe, während der Nordpol praktisch nicht
weiss gefärbt im Teleskop erscheint.
Geübte Beobachter können auf Mars Sandstürme beobachten und Gebiete unterscheiden, welche
durch bläulichen Dunst bedeckt sind.
In zwei Jahren kommt uns zwar der Planet Mars noch etwas näher, trotzdem sollten Sie den Blick bereits
in diesem Sommer (am besten durch das Teleskop Ihrer Sternwarte)
zu unserem äusseren Nachbarplaneten schweifen lassen.
Mars ist wieder ins wissenschaftliche Interesse gerückt: In den nächsten Jahren fliegen zahlreiche Raumsonden zum Mars. In unserem
Monatsschwerpunkt fassen wir die wichtigsten Missionen zum Mars zusammen und geben einen Ausblick auf die kommenden Forschungsflüge.
Erfahren Sie mehr bei uns über die aktuelle Show des roten Planeten an Ihrem Abendhimmel.
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Merkur
Merkur in der Morgendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
Nach Mitte Monat nimmt die Helligkeit des Planeten rasch ab, so dass er nur noch teleskopisch gesichtet werden kann.
© CalSKY / Barmettler.

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Nach der sehr günstigen Abendsichtbarkeit im Mai kann Merkur in der ersten Julihälfte in der Morgendämmerung gefunden werden. Die grösste Winkelentfernung von der Sonne, die grösste Elongation, erreicht er am 9. Juli. Um den 13. Juli steht Merkur in der Nähe des helleren Jupiters, mit dessen Hilfe der flinke Planet Merkur in der Dämmerung einfacher gefunden werden kann.
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Venus
Venus in der Morgendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Unser innerer Nachbarplanet, die Venus spielt weiterhin ihre Rolle als Morgenstern hervorragend. Sie baut die Endhöhe bei Sonnenaufgang sogar noch weiter aus. Auf diese Weise fällt nicht auf, dass ihre Helligkeit seit Mai stetig abnimmt, und sie Ende Monat durch ein Fernrohr einen rund 20% kleineren Durchmesser zeigen wird als Anfang Monat.
Sie können sich die
Sichelgestalt der Venus berechnen lassen, oder die
aktuelle Ansicht aus der weiter unten stehenden Tabelle entnehmen.
(Lesen Sie die ausführliche Beschreibung der Venus, deren Erforschung
und Bewegung.)
Wie Sie aus dem Diagramm ersehen, stand die Venus relativ zur Sonne zum Zeitpunkt der
bürgerlichen Dämmerung im Mai und Juni praktisch still. Nun geht es rasch aufwärts, bis sie im August die höchste Höhe erreicht.
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Jupiter und Saturn
Der Ringplanet Saturn erscheint am 1. Juli etwas vor 4 Uhr, und am 31. bereits vor 2 Uhr morgens auf der Himmelsbühne. Am Morgen des 15. Juli zieht die helle Venus am Planeten vorbei, aber Venus ist auch an den anderen Tagen der mittleren Julidekade in Saturnnähe und kann deshalb als Aufsuchhilfe dienen.
An den Morgen vom 17. und 18. Juli gesellt sich die schmale Mondsichel zum Planetenpaar und mit dem rötlichen Stier-Stern Aldebaran bildet sich eine hübsche Konstellation.
Jupiter meldet sich nach seiner scheinbaren Sonnennähe (Konjunktion) wieder zurück am Himmel: Ab Mitte Monat geht der Riesenplanet unseres Sonnensystems bereits wieder vor 4 Uhr auf und kann in der Dämmerung tief im Osten gesichtet werden.
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Uranus und Neptun
Die Planetenscheibchen von Uranus und Neptun können bereits in einem kleineren Teleskop beobachtet werden - Oberflächendetails sind natürlich auf den fernen Planeten nicht auszumachen.
Neptun steht Ende Monat in Opposition zur Sonne und ist demnach die ganze Nacht sichtbar.
Uranus erreicht diese Stellung gegenüber der Sonne erst am 15. August.
Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten - die sternenförmigen Punkte sind bereits im Fernglas sichtbar -, erstellen Sie sich
bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem
Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
Uranus bzw.
Neptun.
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Pluto
Der sonnenfernste Planet stand am 4. Juni in Opposition zur Sonne.
Der Juli ist noch für Spezialisten geeignet, diesen lichtschwachen Wandelstern
im Teleskop zu suchen. Meistens wird hierfür aber bereits eine ausgezeichnete Fotoausrüstung notwendig sein.
Verwenden Sie zum Auffinden unsere Aufsuchkarte.
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Arnold Barmettler
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Planetenüberblick
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Planetenüberblick
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| Planet | Anblick | Abend | Mitternacht | Morgen | Tipp |
| Merkur |
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unsichtbar | unsichtbar | Bis Monatsmitte tief in der Morgendämmerung, am 13. bei Jupiter |
Merkur kann nur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang tief am Horizont beobachtet werden. |
| Venus |
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unsichtbar | unsichtbar | heller Morgenstern im Osten |
Venus ist ülicherweise der hellste Stern am Abend- oder Morgenhimmel und wird deshalb Abend- oder Morgenstern genannt. |
| Mars |
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hellster Stern im Süden | hellster Stern | unsichtbar
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Mars erscheint wegen seiner rötlichen Farbe recht auffällig und kann praktisch nur mit den etwa gleich hellen Sternen Antares und Aldebaran verwechselt werden. |
| Jupiter |
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unsichtbar | unsichtbar | tief in der Morgendämmerung |
Häufig dominiert Jupiter dank seiner Helligkeit den Nachthimmel. Nur die Venus kann noch heller scheinen. |
| Saturn |
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unsichtbar | unsichtbar | Heller Stern. Mitte Juli bei Venus |
Der Ringplanet ist etwa so hell wie die hellsten Sterne, welche auf seiner scheinbaren Bahn am Himmel liegen. Man erkennt Saturn an seiner etwas gelblichen Farbe. |
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Arnold Barmettler
Erläuterungen
Anblick: Die oben gezeigten Renderings (realistische Anblicke) der Planeten werden mit CalSKY von astro!nfo alle 20 Minuten automatisch neu gerechnet. Man kann somit z.B. die Rotation von Mars und Jupiter im Laufe einiger Stunden gut verfolgen. Um neue Versionen der Renderings zu sehen, müssen Sie die Internetseite neu laden. Halten Sie dabei die Umschalttaste [shift] gedrückt, damit auch die Bilder neu vom Server geladen werden. Wenn Sie auf die Bilder klicken, können Sie sich für jeden denkbaren Zeitpunkt die Planetenansichten berechnen lassen.
Abend, Mitternacht, Morgen: In diesen Spalten wird mit "unsichtbar", "sichtbar", "gut sichtbar" und "auffällig" vermerkt, ob der jeweilige Planet sichtbar ist. Die Nacht wird dabei grob in Abend, Mitternacht und Morgen aufgeteilt. Wobei mit Abend die Zeit nach Sonnenuntergang und mit Morgen die Zeit vor Sonnenaufgang gemeint ist. Mit den Himmelsrichtungen "Norden", "Osten", " Süden", "Westen" soll die ungefähre Richtung angegeben werden, in der ein Planet zu finden ist.
Tipp: Generelle Erscheinung des Planeten, unabhängig von der momentanen Sichtbarkeit. Dies soll Ihnen helfen
die Planeten auch dann zu finden, wenn Sie nicht gerade ein aktuelles Monatsbulletin zur Hand haben.
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