Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Satellites, Jupiter's Moon, Aurora, Solar Eclipses - never miss again with CalSKY.com
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Die Planeten

Mars steht Mitte Juni der Sonne gegenüber und ist in Erdnähe - er ist der rot strahlende Stern, der den Himmel die gesamte Sternennacht dominiert. Er leuchtet dabei heller, als er es in den letzten 13 Jahren tat. Mit Beginn der Morgendämmerung gesellt sich auch die helle Venus zum Firmament, als Morgenstern.

Mars

Ansicht von Mars - alle 10 Minuten aktualisiert © CalSKY / A. Barmettler.
Mars, aktuelle Ansicht

Der imposant rot am Himmel leuchtende Planet steht nun die gesamte Nacht am Himmel und dominiert mit seiner Helligkeit und seiner Farbe den Sternenhimmel. In der Vollmondnacht vom 5. auf den 6. Juni steht der Mond in der Nähe von Mars. Dieser erreicht seine Position gegenüber der Sonne aber erst am Abend des 13. Juni (Opposition). Er geht dann etwa zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs auf und mit dem Sonnenaufgang unter. Der Planet steht in den tiefsten Regionen der Ekliptik, in der Gegend zwischen den Sternbildern Skorpion, Schütze und Schlangenträger. Aus diesem Grunde kommt er im Laufe der Nacht nicht besonders hoch über den Horizont und ist für unsere Breiten nicht gerade ideal im Teleskop zu beobachten. Trotzdem sollten Sie die Möglichkeit, einen Blick auf die rote Marsoberfläche zu werfen, nicht verpassen! Immerhin war Mars in den letzten 13 Jahren nicht mehr so hell wie in diesem Monat, und diese Helligkeit wird im Laufe des Juli bereits wieder rasch abnehmen. Am 17. Juni beginnt auf Mars der Herbst. Deshalb können wir den Planeten von Pol zu Pol sehen: Der Südpol verfügt über eine markante Polkappe, während der Nordpol praktisch nicht weiss gefärbt im Teleskop erscheint. Geübte Beobachter können auf Mars Sandstürme beobachten und Gebiete unterscheiden, welche durch Dunst bedeckt sind.
In zwei Jahren kommt uns zwar der Planet Mars noch etwas näher, trotzdem sollten Sie den Blick bereits in diesem Sommer zu unserem ässeren Nachbarplaneten schweifen lassen.
Erfahren Sie bei uns mehr über die Show des roten Planeten.

Merkur

Merkur in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / Barmettler.
Merkur in der Abenddaemmerung
Merkur in der Abenddämmerung Ende Mai. Foto © R. Brodbeck.
Merkur in der Abenddaemmerung


Merkur hat seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr im Laufe des Monat Mai geboten - in den ersten Juni-Tagen kann er für geübte Beobachter noch wenige Minuten nach Sonnenuntergang gesichtet werden, bevor er definitiv durch die helle Dämmerung in Sonnennähe verschluckt wird (Bild von Merkur in der Dämmerung., © R. Brodbeck). Bereits am 16. Juni läuft er dann 3.5° südlich an der Sonne vorbei.

Venus

Venus in der Morgendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung). © CalSKY / Barmettler.
Venus in der Morgendaemmerung

Venus ist der strahlende Morgenstern am Osthimmel. Anfang Monat geht sie etwas vor 4 Uhr auf und verfrüht ihren Aufgang im Laufe des Juni bis auf 3 Uhr. Am 8. Juni steht unser Nachbarplanet in grösster Winkelentfernung von der Sonne, die dann etwas mehr als 45° beträgt. Gleichzeitig ist Halbvenus, d.h. durch ein Teleskop erscheint genau die Hälfte der Oberfläche von der Sonne beschienen. Die Venus entfernt sich nun wieder rasch von der Erde, und ihr scheinbarer Durchmesser wird kleiner. Aufgrund dieses Zusammenspiels erreichte Venus bereits am 4. Mai ihre grösste Helligkeit. Sie können sich die Sichelgestalt der Venus berechnen lassen, oder die aktuelle Ansicht aus der untenstehenden Tabelle entnehmen. (Lesen Sie die ausführliche Beschreibung der Venus, deren Erforschung und Bewegung.)
Wie Sie aus dem Diagramm ersehen, steht die Venus relativ zur Sonne zum Zeitpunkt der bürgerlichen Dämmerung im Mai und Juni praktisch still - in einem Abstand von etwa 45°.

Uranus und Neptun

Die beiden bereits im Fernglas sichtbaren Planeten zeichnen sich immer besser in der Morgendämmerung ab, gehen aber weitherhin erst nach Mitternacht auf: Die Aufgänge verfrühen sich von 02:30 auf etwa 01:00. Beide stehen im Sternbild Steinbock. Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten, erstellen Sie sich bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt): Uranus bzw. Neptun.

Pluto

Der sonnenfernste Planet ist am 4. Juni in Opposition zur Sonne (d.h. er steht dann, von der Erde aus betrachtet, der Sonne gegenüber). Dies ist der beste Zeitpunkt für Spezialisten, diesen lichtschwachen Wandelstern im Teleskop zu suchen. Er ist selbst dann 1300-Mal weniger lichtstark als der schwächste, von blossem Auge gerade noch erkennbare Stern.
Verwenden Sie hierzu unsere Aufsuchkarte.

Jupiter und Saturn

Jupiter steht am 14. Juni in Konjunktion zur Sonne (von uns aus betrachtet hinter der Sonne) und kann deshalb nicht ohne grosse technische Hilfsmittel beobachtet werden. Das Sonnenteleskop SOHO, welches zwischen der Erde und der Sonne steht, liefert aber täglich Bilder dieser Konstellation: Sehen Sie auf unserer Weltraumwetter-Seite das bläuliche Bild oben rechts: Es zeigt den Sternenhimmel bei abgedeckter Sonne, von diesem Satelliten aus betrachtet. Am 21. Juni findet in Afrika eine totale Sonnerfinsternis statt. Während der Totalität wird Jupiter als heller Stern in Nähe der Sonnenkorona sichtbar sein.

Saturn hatte seine Konjunktion mit der Sonne am 25. Mai und entfernt sich nun wieder von der Sonne. Bereits gegen Ende Monat kann der Ringplanet in der Morgendämmerung ausgemacht werden.

Arnold Barmettler


Planetenüberblick

Planetenüberblick
PlanetAnblickAbendMitternachtMorgenTipp
Merkur Merkur, aktuelle Ansicht in den ersten Juni-Tagen tief in der Abenddämmerungunsichtbarunsichtbar Merkur kann nur kurz vor Sonnenaufgang oder kurz nach Sonnenuntergang tief am Horizont beobachtet werden.
Venus Venus, aktuelle Ansicht unsichtbarunsichtbarheller Morgenstern im Osten Venus ist ülicherweise der hellste Stern am Abend- oder Morgenhimmel und wird deshalb Abend- oder Morgenstern genannt.
Mars Mars, aktuelle Ansicht heller Stern im Südostenhellster Sternheller Stern im Südwesten
Mars erscheint wegen seiner rötlichen Farbe recht auffällig und kann praktisch nur mit den etwa gleich hellen Sternen Antares und Aldebaran verwechselt werden.
Jupiter Jupiter, aktuelle Ansicht unsichtbarunsichtbarunsichtbar Häufig dominiert Jupiter dank seiner Helligkeit den Nachthimmel. Nur die Venus kann noch heller scheinen.
Saturn Saturn, aktuelle Ansicht unsichtbarunsichtbarEnde Monat in der Morgendämmerung Der Ringplanet ist etwa so hell wie die hellsten Sterne, welche auf seiner scheinbaren Bahn am Himmel liegen. Man erkennt Saturn an seiner etwas gelblichen Farbe.

Arnold Barmettler

Erläuterungen

Anblick: Die oben gezeigten Renderings (realistische Anblicke) der Planeten werden mit CalSKY von astro!nfo alle 20 Minuten automatisch neu gerechnet. Man kann somit z.B. die Rotation von Mars und Jupiter im Laufe einiger Stunden gut verfolgen. Um neue Versionen der Renderings zu sehen, müssen Sie die Internetseite neu laden. Halten Sie dabei die Umschalttaste [shift] gedrückt, damit auch die Bilder neu vom Server geladen werden. Wenn Sie auf die Bilder klicken, können Sie sich für jeden denkbaren Zeitpunkt die Planetenansichten berechnen lassen.

Abend, Mitternacht, Morgen: In diesen Spalten wird mit "unsichtbar", "sichtbar", "gut sichtbar" und "auffällig" vermerkt, ob der jeweilige Planet sichtbar ist. Die Nacht wird dabei grob in Abend, Mitternacht und Morgen aufgeteilt. Wobei mit Abend die Zeit nach Sonnenuntergang und mit Morgen die Zeit vor Sonnenaufgang gemeint ist. Mit den Himmelsrichtungen "Norden", "Osten", " Süden", "Westen" soll die ungefähre Richtung angegeben werden, in der ein Planet zu finden ist.

Tipp: Generelle Erscheinung des Planeten, unabhängig von der momentenen Sichtbarkeit. Dies soll Ihnen helfen die Planeten auch dann zu finden, wenn Sie nicht gerade ein aktuelles Monatsbulletin zur Hand haben.





Top of Page

12.10.2001 12:02 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo