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Mars steht Mitte Juni der Sonne gegenüber und ist in Erdnähe - er ist der rot strahlende
Stern, der den Himmel die gesamte Sternennacht dominiert. Er leuchtet dabei heller, als er es in den letzten
13 Jahren tat. Mit Beginn der Morgendämmerung gesellt sich auch die helle Venus zum Firmament, als Morgenstern.
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Mars
Der imposant rot am Himmel leuchtende Planet steht nun die gesamte Nacht am Himmel und
dominiert mit seiner Helligkeit und seiner Farbe den Sternenhimmel.
In der Vollmondnacht vom 5. auf den 6. Juni steht der Mond in der Nähe von Mars. Dieser erreicht
seine Position gegenüber der Sonne aber erst am Abend des 13. Juni (Opposition).
Er geht dann etwa zum Zeitpunkt des Sonnenuntergangs auf und mit dem Sonnenaufgang unter.
Der Planet steht in den tiefsten Regionen der Ekliptik, in der Gegend zwischen den Sternbildern Skorpion,
Schütze und Schlangenträger. Aus diesem Grunde kommt er im Laufe der Nacht nicht besonders
hoch über den Horizont und ist für unsere Breiten nicht gerade ideal im Teleskop zu beobachten.
Trotzdem sollten Sie die Möglichkeit, einen Blick auf die rote Marsoberfläche zu werfen, nicht verpassen!
Immerhin war Mars in den letzten 13 Jahren nicht mehr so hell wie in diesem Monat, und diese Helligkeit wird im Laufe
des Juli bereits wieder rasch abnehmen.
Am 17. Juni beginnt auf Mars der Herbst. Deshalb können wir den Planeten von Pol zu Pol sehen: Der
Südpol verfügt über eine markante Polkappe, während der Nordpol praktisch nicht
weiss gefärbt im Teleskop erscheint.
Geübte Beobachter können auf Mars Sandstürme beobachten und Gebiete unterscheiden, welche
durch Dunst bedeckt sind.
In zwei Jahren kommt uns zwar der Planet Mars noch etwas näher, trotzdem sollten Sie den Blick bereits
in diesem Sommer zu unserem ässeren Nachbarplaneten schweifen lassen.
Erfahren Sie bei uns mehr über die Show des roten Planeten.
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Merkur
Merkur in der Abenddämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Merkur in der Abenddämmerung Ende Mai.
Foto © R. Brodbeck.

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Merkur hat seine beste Abendsichtbarkeit in diesem Jahr im Laufe des Monat Mai geboten - in den ersten Juni-Tagen
kann er für geübte Beobachter noch wenige Minuten nach Sonnenuntergang gesichtet werden, bevor
er definitiv durch die helle Dämmerung in Sonnennähe verschluckt wird (Bild von Merkur in der Dämmerung., © R. Brodbeck).
Bereits am 16. Juni läuft er dann 3.5° südlich an der Sonne vorbei.
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Venus
Venus in der Morgendämmerung, dargestellt relativ zur Sonne. Die Sonne wäre jeweils 6° unter Horizont (bürgerliche Dämmerung).
© CalSKY / Barmettler.

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Venus ist der strahlende Morgenstern am Osthimmel. Anfang Monat geht sie etwas vor 4 Uhr auf und verfrüht ihren
Aufgang im Laufe des Juni bis auf 3 Uhr.
Am 8. Juni steht unser Nachbarplanet in grösster Winkelentfernung von der Sonne, die dann etwas mehr als 45°
beträgt. Gleichzeitig ist Halbvenus, d.h. durch ein Teleskop erscheint genau die Hälfte der Oberfläche
von der Sonne beschienen.
Die Venus entfernt sich nun wieder rasch von der Erde, und ihr scheinbarer Durchmesser wird kleiner.
Aufgrund dieses Zusammenspiels erreichte Venus bereits am 4. Mai ihre grösste Helligkeit.
Sie können sich die
Sichelgestalt der Venus berechnen lassen, oder die
aktuelle Ansicht aus der untenstehenden Tabelle entnehmen.
(Lesen Sie die ausführliche Beschreibung der Venus, deren Erforschung
und Bewegung.)
Wie Sie aus dem Diagramm ersehen, steht die Venus relativ zur Sonne zum Zeitpunkt der
bürgerlichen Dämmerung im Mai und Juni praktisch still - in einem Abstand von etwa 45°.
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Uranus und Neptun
Die beiden bereits im Fernglas sichtbaren Planeten zeichnen sich immer besser in der
Morgendämmerung ab, gehen aber weitherhin erst nach Mitternacht auf: Die Aufgänge
verfrühen sich von 02:30 auf etwa 01:00.
Beide stehen im Sternbild Steinbock.
Wenn Sie diese beiden Planeten aufsuchen möchten, erstellen Sie sich
bitte eine aktuelle Aufsuchkarte (die Bildausschnittshöhe entspricht jeweils etwa dem
Winkel, der eine gespreizte, ausgestreckte Hand aufspannt):
Uranus bzw.
Neptun.
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Pluto
Der sonnenfernste Planet ist am 4. Juni in Opposition zur Sonne (d.h.
er steht dann, von der Erde aus betrachtet, der Sonne gegenüber). Dies ist der
beste Zeitpunkt für Spezialisten, diesen lichtschwachen Wandelstern
im Teleskop zu suchen. Er ist selbst dann 1300-Mal weniger lichtstark als der schwächste,
von blossem Auge gerade noch erkennbare Stern.
Verwenden Sie hierzu unsere Aufsuchkarte.
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Jupiter und Saturn
Jupiter steht am 14. Juni in Konjunktion zur Sonne (von uns aus betrachtet hinter der Sonne)
und kann deshalb nicht ohne grosse technische Hilfsmittel beobachtet werden.
Das Sonnenteleskop SOHO, welches zwischen der Erde und der Sonne steht, liefert aber täglich
Bilder dieser Konstellation: Sehen Sie auf unserer
Weltraumwetter-Seite das bläuliche
Bild oben rechts: Es zeigt den Sternenhimmel bei abgedeckter Sonne, von diesem Satelliten aus betrachtet.
Am 21. Juni findet in Afrika eine totale Sonnerfinsternis statt. Während der Totalität wird
Jupiter als heller Stern in Nähe der Sonnenkorona sichtbar sein.
Saturn hatte seine Konjunktion mit der Sonne am 25. Mai und entfernt sich nun wieder
von der Sonne. Bereits gegen Ende Monat kann der Ringplanet in der Morgendämmerung ausgemacht werden.
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Arnold Barmettler
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