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[ Bild des Monats | Die wichtigsten Ereignisse ]

Diese Seite wird laufend an das aktuelle Geschehen in Astronomie und Raumfahrt angepasst.

Bild des Monats

Marsgesicht

 

Das "Marsgesicht" aus der Sicht von Viking (links) und Mars Global Surveyor (rechts). Die Auflösung des neuen Bilds beträgt etwa 2 m pro Bildpunkt.Vergrössern. © NASA/JPL/MSSS.

 

Mit einem Marsgesicht hat die neue hochauflösende Aufnahme von Mars Global Surveyor nicht mehr viel gemeinsam (rechts). Es handelt sich um einen natürlichen Berg (Mesa). Das ursprüngliche Bild (links) wurde 1976 vom Viking-Orbiter aufgenommen und sorgte in der Öffentlichkeit für viel Spekulationen.

(Quelle: NASA/JPL/MSSS). phh 30.5.2001.

News

 

Asteroidengürtel um anderen Stern entdeckt!



Der Stern Zeta im Sternbild Hase ist zur Zeit am Nachthimmel nicht sichtbar. Das Sternbild Lepus befindet sich zu Füssen des Orion und ist ein Wintersternbild. (Karte mit Starry Night Pro ).

Am 4. Juni wurde die Entdeckung am Kongress der Amercian Astronomical Society in Pasadena, Kalifornien bekanntgegeben: Um den jungen Stern Zeta Leporis befindet sich ein Asteroidengürtel.

Es handelt sich hierbei um eine indirekte Beobachtung: Um den 70 Lichtjahre entfernten Stern wurde ein ungewöhnlich warmer Staubring (rund 70 Grad Celsius) in 2.5 - 12.2 Astronomischen Einheiten Entfernung beobachtet. Die Asteroiden konnte nicht direkt gesehen werden. Die beste Erklärung für die gemessene Wärme des Staubrings sind heftige Kollisionen zwischen Asteroiden und Gesteinsbruchstücken. Wahrscheinlich herrschen in diesem erst 100-400 Millionen Jahren jungen Planetensystem ähnliche Bedingungen wie zur Frühzeit unseres Sonnensystems.


(Quelle: space.com) phh 4.6.2001

 

Kleinplanet Varuna vermessen



Das James-Clerk-Maxwell-Teleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt von Grossbritannien, Kanada und den Niederlanden. Das 15-m-Submillimeterteleskop befindet sich auf dem über 4000 m hohen Schildvulkan Mauna Kea auf Hawai'i. (Quelle: JAC)

Varuna ist der 20'000. Kleinplanet. Er befindet im Kuipergürtel, dem auch Pluto (2'200 km Durchmesser) mit seinem Mond Charon (1'200 km) angehöhrt. Astronomen haben Varuna nun mit dem 15-m-James-Clerk-Maxwell-Teleskop auf Mauna Kea (Hawai'i), dem weltweit grössten Gerät für Submillimeter-Astronomie, genau vermessen. Varuna ist mit 900 km Durchmesser das drittgrösste Objekt im Kuipergürtel.

Die meisten Kleinplaneten befinden befinden sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und im Kuipergürtel ausserhalb der Neptunbahn. Experten vermuten im entfernten Kuipergürtel mehr als 70'000 Objekte die grösser als 100 km sind.


(Quelle: Jewitt, D., Aussel, H. & Evans, A. The size and albedo of the Kuiper-belt object (20000) Varuna. Nature 411, 446­447 (2001).) phh 24.5.2001

 

Gesetz gegen Lichtverschmutzung in Katalonien einstimmig angenommen

Am 16. Mai 2001 wurde ein Gesetz zur Vermeidung von Lichtverschmutzung (der künstlichen Aufhellung des Nachthimmels) im katalonischen Parlament von allen politischen Parteien mit 131 zu 0 Stimmen ohne Absenzen angenommen. Gesetze zur Eindämmung von Lichtverschmutzung gibt es erst in der Lombardei (Italien) und in Fauquier County (Virginia USA) und um einige grosse Observatorien.

Eine Übersetzung wird in den nächsten Wochen vorliegen, wer den Gesetzestext schon mal auf Spanisch oder Katalonisch einsehen möchte kann dies hier tun.


(Quelle: GEA - Grup d'Estudis Astronomics) phh 17.5.2001

 

"First Light" mit dem Green Bank Radioteleskop



Der Kleinplanet 2001 EC16 hat eine Rotationszeit von etwa 200 Stunden. Die kleinsten Details auf dem Bild sind nur 15 m gross. (Quelle: Campbell et al., NRAO, NAIC)

Am 10. Mai wurden die ersten wissenschaftlichen Aufnahmen vom neuen Green Bank Radioteleskop in West Virginia (USA) veröffentlicht.Green Bank ist mit einer Öffnung von 100 x 110 m das grösste voll bewegliche Radioteleskop der Erde.

Der Planet Venus und der Kleinplanet 2001 EC16 waren die ausgewählten Objekte, denen die erste Beobachtungszeit gewidmet wurden. Das unbewegliche 305-Meter-Radioteleskop in Arecibo (Puerto Rico) sandte Radiowellen aus, deren Echos von Venus und 2001 EC16 dann in Green Bank und Arecibo empfangen wurden. Die Kombination der Beobachtungen von beiden Teleskopen erlaubte auf der Venus Details von nur 1 km Grösse zu erkennen und die Form und Rotationsdauer des Kleinplaneten 2001 EC16 bestimmen.

Es ist also künftig möglich die Venusoberfläche auf mögliche Veränderung hin zu überwachen. Für die Kleinplanetenforschung ermöglicht diese Beobachtungstechnik zahlreiche Asteroiden genau zu untersuchen.


(Quelle: Green Bank/NRAO) phh 17.5.2001

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12.10.2001 12:02 Uhr, Arnold Barmettler

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