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Ausgerüstet mit Spezialfiltern lassen sich auf der Sonnenoberfläche dunkle Flecken beobachten, die sich in ihrer Zahl und Form im Laufe der Tage verändern. Alle 11 Jahre gibt es ein Maximum dieser Sonnenaktivität. Im Laufe des letzten Jahres erreichte diese Aktivität wiederum das Maximum, deshalb lohnt sich weiterhin ein Blick zur Sonne. Vorsicht: Beobachten Sie nie die Sonne ohne spezielle Sonnenfilter! Ein Blick durch ein ungeschütztes Fernrohr oder einen Feldstecher kann zur Erblindung führen.
Einige Sternwarten bieten deshalb spezielle Beobachtungsmöglichkeiten während des Tages. Am Besten erkundigen Sie Sich direkt bei Ihrer nächsten Sternwarte. Die entsprechenden Adressen finden Sie im offiziellen Verzeichnis der Schweizer Sternwarten. Ob sich ein Besuch lohnt, sehen Sie auf dem kleinen Sonnenbild, welches praktisch täglich aktualisiert wird.
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Mit einem Feldstecher oder Fernrohr erscheinen Mondkrater, Berge und Täler an der Lichtschattengrenze des Mondes besonders plastisch, da hier die Sonnenstrahlen flach auf das Mondrelief fallen und lange Schatten werfen. Die beste Zeit für die Mondbeobachtung ist deshalb der zunehmende Mond zwischen Neumond und Vollmond am Abend, oder der abnehmende Mond in der zweiten Nachthälfte. Vollmond ist für die Mondbeobachtung ungünstig, da dann die Sonnenstrahlen fast senkrecht auf die Mondoberfläche fallen und keine Schatten werfen. Als Orientierungshilfe können Sie unsere interaktive Mondkarte verwenden, welche über 800 Krater und Mondmeere beinhaltet.
Sie können sich bei CalSKY von astro!nfo online einen Kalender von Sonnen- und Mondaufgängen speziell für Ihren Wohnort berechnen lassen.
| Mai 2001 | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Der Mond ist uns so nahe, dass der Blick durch das Teleskop einer Volkssternwarte Details zeigt, wie sie bei anderen Körpern des Sonnensystems nur mit Raumsonden auszumachen sind. Da zwei der Redaktoren des Monatsbulletins (Brodbeck, Heck) auch Führungen an der Urania-Sternwarte Zürich durchführen, stellen wir an dieser Stelle jeweils eine Oberflächenformation vor, die mit dem Teleskop der Urania-Sternwarte fotografiert wurde, und die jede Besucherin und jeder Besucher bei geeigneter Mondphase selbst im Teleskop sehen kann.
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| Nordrand des Mare Imbriums auf dem Mond. Weitere Details finden Sie im Text. Zur Vergrösserung. © R. Brodbeck | |
Die Mondoberfläche teilt sich grob in die helleren Hochländer und die "Meere" auf. Die letzteren sind riesige Einschlagsbecken, die vor ca. 3.5 Milliarden Jahren von Lava (flüssigem Gestein) überflutet wurden. Das Gestein ist längst erstarrt und bildet heute eine dunkle Tiefebene. Der Blick auf das Foto links zeigt den Nordrand einer solchen Tiefebene, das Mare Imbrium, das gerade den Sonnenaufgang erlebt. Die Gebiete rechts im Bild liegen noch im Schatten. In der rechten unteren Ecke wird bereits ein einsam aus der Ebene aufragender Berg vom Sonnenlicht getroffen. Vor dem eigentlichen "Ufer" des Mare Imbrium liegen weitere Berge wie Inseln in der Tiefebene: die "Montes Recti". Die verstreuten "Löcher" in der Tiefebene sind Einschlagskrater.
Das Bild hat eine Breite von ca. 1200 Kilometer. Bei 600 Pixel Breite (grosse Version) ergibt das eine Pixelgrösse von 2x2 Kilometer. Die Aufnahme wurde am 3. April 2001, um 19 Uhr MESZ mit einer Digitalkamera am grossen Linsenteleskop der Urania-Sternware Zürich (30 cm Objektivdurchmesser, 5 m Brennweite) vom Autor gemacht.
Unter guten Bedingungen kann man mit dem Urania-Teleskop durchaus Details bis 1 Kilometer Ausdehnung auf dem Mond erkennen. Das abgebildete Gebiet sieht man am Besten am 11. Tag nach Neumond.
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