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[ Bild des Monats | Die wichtigsten Ereignisse ]

Diese Seite wird laufend an das aktuelle Geschehen in Astronomie und Raumfahrt angepasst.

Bild des Monats

Pferdekopfnebel im Orion.Vergrössern. © STScI.

Am 24. April 1990 wurde das Hubble Weltraumteleskop mit Hilfe des Space Shuttle in den Weltraum gebracht. Im Rahmen des 11. Geburtstags wurde durch die Internet-Gemeinde eine Abstimmung durchgeführt, welches Objekt beobachtet werden soll. Die Wahl fiel auf den bekannten Pferdekopfnebel im Sternbild Orion - eines der von Amateurastronomen meistfotographierten Objekte am Himmel.
Der "Pferdekopf" ist eine kalte Gas- und Staubwolke, die vor einem leuchtenden Nebel liegt. Das Gebiet ist ein aktiver Ort der Sternentstehung: Die Aufhellung oben in der Bildmitte ist ein junger Stern, der immer noch von Gas und Nebel umgeben ist, aus dem er entstanden ist.

(Quelle: Space Telescope Science Institute STScI, NASA). aba 30.4.2001.

News

 

Kleinplanet Varuna vermessen



Das James-Clerk-Maxwell-Teleskop ist ein Gemeinschaftsprojekt von Grossbritannien, Kanada und den Niederlanden. Das 15-m-Submillimeterteleskop befindet sich auf dem über 4000 m hohen Schildvulkan Mauna Kea auf Hawai'i. (Quelle: JAC)

Varuna ist der 20'000. Kleinplanet. Er befindet im Kuipergürtel, dem auch Pluto (2'200 km Durchmesser) mit seinem Mond Charon (1'200 km) angehöhrt. Astronomen haben Varuna nun mit dem 15-m-James-Clerk-Maxwell-Teleskop auf Mauna Kea (Hawai'i), dem weltweit grössten Gerät für Submillimeter-Astronomie, genau vermessen. Varuna ist mit 900 km Durchmesser das drittgrösste Objekt im Kuipergürtel.

Die meisten Kleinplaneten befinden befinden sich im Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und im Kuipergürtel ausserhalb der Neptunbahn. Experten vermuten im entfernten Kuipergürtel mehr als 70'000 Objekte die grösser als 100 km sind.


(Quelle: Jewitt, D., Aussel, H. & Evans, A. The size and albedo of the Kuiper-belt object (20000) Varuna. Nature 411, 446­447 (2001).) phh 24.5.2001

 

Gesetz gegen Lichtverschmutzung in Katalonien einstimmig angenommen

Am 16. Mai 2001 wurde ein Gesetz zur Vermeidung von Lichtverschmutzung (der künstlichen Aufhellung des Nachthimmels) im katalonischen Parlament von allen politischen Parteien mit 131 zu 0 Stimmen ohne Absenzen angenommen. Gesetze zur Eindämmung von Lichtverschmutzung gibt es erst in der Lombardei (Italien) und in Fauquier County (Virginia USA) und um einige grosse Observatorien.

Eine Übersetzung wird in den nächsten Wochen vorliegen, wer den Gesetzestext schon mal auf Spanisch oder Katalonisch einsehen möchte kann dies hier tun.


(Quelle: GEA - Grup d'Estudis Astronomics) phh 17.5.2001

 

"First Light" mit dem Green Bank Radioteleskop



Der Kleinplanet 2001 EC16 hat eine Rotationszeit von etwa 200 Stunden. Die kleinsten Details auf dem Bild sind nur 15 m gross. (Quelle: Campbell et al., NRAO, NAIC)

Am 10. Mai wurden die ersten wissenschaftlichen Aufnahmen vom neuen Green Bank Radioteleskop in West Virginia (USA) veröffentlicht.Green Bank ist mit einer Öffnung von 100 x 110 m das grösste voll bewegliche Radioteleskop der Erde.

Der Planet Venus und der Kleinplanet 2001 EC16 waren die ausgewählten Objekte, denen die erste Beobachtungszeit gewidmet wurden. Das unbewegliche 305-Meter-Radioteleskop in Arecibo (Puerto Rico) sandte Radiowellen aus, deren Echos von Venus und 2001 EC16 dann in Green Bank und Arecibo empfangen wurden. Die Kombination der Beobachtungen von beiden Teleskopen erlaubte auf der Venus Details von nur 1 km Grösse zu erkennen und die Form und Rotationsdauer des Kleinplaneten 2001 EC16 bestimmen.

Es ist also künftig möglich die Venusoberfläche auf mögliche Veränderung hin zu überwachen. Für die Kleinplanetenforschung ermöglicht diese Beobachtungstechnik zahlreiche Asteroiden genau zu untersuchen.


(Quelle: Green Bank/NRAO) phh 17.5.2001

 

Erster Weltraumtourist gestartet



Dennis Tito kurz vor seinem historischen Raumflug. Quelle: CNN/AP.

Am Samstagmorgen, 28. April 2001 ist um 9h37 mitteleuropäischer Sommerzeit vom kasachischen Baikonur Dennis Tito, der erste Weltraumtourist, in eine Erdumlaufbahn gestartet.

Der 60-jährige Multimillionär zahlte für seinen Flug an die russische Raumfahrtbehörde 20 Millionen US-Dollar. Die Raumfähre Soyus TM wird frühestens am Montag an die Internationale Weltraumstation ISS andocken, zuerst muss aber der noch angedockte Space Shuttle ISS verlassen.


(Quelle: www.cnn.com/SPACE) phh 28.4.2001

 

Neuer Roboterarm für Internationale Space Station (ISS)

Installation des Roboterarms Installation des Roboterarms. © NASA.

Die STS-100 Mission des amerikanischen Space Shuttle Endeavour brachte der Internationalen Raumstation ISS einen neuen Roboterarm. Dieser erlaubt den weiterem Ausbau der Raumstation und ermöglicht dessen Unterhalt. Mit dem 18m langen fernsteuerbaren Manipulator können Geräte um die Station bewegt und Astronauten unterstützt werden, die im freien Weltall arbeiten. Der Arm ist mobil an der ISS festgemacht und wird auf Schienen bewegt. Die Hand selber besteht aus zwei kleineren Roboterarmen, damit der Zusammenbau von Modulen einfacher ausgeführt werden kann - diese heikle Aufgabe wurde bisher von im Weltall schwebenden Astronauten gelöst. Für den Anbau des Roboterarms waren zwei Weltraumspaziergänge nötig.

(Quelle: NASA) aba 27.4.2001

Computer-Crash auf der Raumstation

Einer der drei Systemcomputer an Bord der Internationalen Raumstation ISS ist am Mittwoch ausgefallen und hat die Kommunikation zwischen der Raumstation und dem Kontrollzentrum unterbrochen. Die Verbindung konnte kurze Zeit später über die Kommunikationseinrichtung des angedockten Space Shuttle aufgebaut werden. Seither versuchen Techniker im Missions-Kontrollzentrum in den USA die Gründe für das Problem festzustellen. Hierfür mussten die Rechner neu gestartet werden.

Am Donnerstag konnte wieder von einem Laptop innerhalb der Raumstation auf den Hauptrechner zugegriffen und neu konfiguriert werden, so dass die Bodenkontrolle wieder die Systeme der ISS überwachen konnte. Weiterhin wird versucht, die Gründe für den Ausfall herauszufinden, aber alle drei Computer scheinen nun wieder ordnungsgemäss zu funktionieren.

(Quelle: NASA) aba 27.4.2001

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16.10.2001 16:49 Uhr, Arnold Barmettler

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