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[ Bilder des Monats | Die wichtigsten Ereignisse ]

Diese Seite wird laufend an das aktuelle Geschehen in Astronomie und Raumfahrt angepasst.

Bilder des Monats

Erosionsformen und geschichtete Gesteine in einem grossen Marskrater bei Noachis Terra (47°S, 355°W). Vergrössern. © Photojournal/JPL/NASA.

Der Marskrater bei Noachis Terra (47°S, 355°W) scheint fast vollständig mit Sedimenten aufgefüllt zu sein. An verschiedenen Stellen - wie hier auf dem Bild - wurden die Ablagerungen später wieder abgetragen. Wahrscheinlich handelte es sich um Erosion durch fliessendes Wasser.
Auf dem beeindruckenden Bild (vergrössern) von Mars Global Surveyor sind im oberen Bereich deutlich geschichtete Gesteine verschiedener Konsistenz erkennbar, darunter sind dann die Erosionsformen zu sehen.

[ Mehr über Marssedimente... ]

(Quelle: Photojournal/JPL/NASA). phh 31.3.2001.

Sternentstehungsregion NGC 1748 in der Grossen Magellanschen Wolke.Vergrössern. © STScI.

Ein Blick mit dem Hubble Weltraumteleskop in eine Sternentstehungsregion ( NGC 1748) unserer Nachbargalaxie - der Grossen Magellanschen Wolke - zeigt, dass dort ähnliche Prozesse ablaufen wie in unserer Galaxie.

Besonders deutlich zu sehen ist hier, dass die extrem starke Strahlung und heftige Sternwinde von neu geborenen, sehr hellen Sternen grosse Blasen in die neblige Umgebung bilden. Der Nebel, aus dem die Sterne entstanden sind, wird dadurch massgeblich beeinflusst und verändert.

Der Anblick der Grossen Magellanschen Wolke ist Bewohnern der Südhalbkugel der Erde mit blossem Auge möglich.

(Quelle: Space Telescope Science Institute STScI, NASA). phh 31.3.2001.

News

 

Erster Weltraumtourist gestartet



Dennis Tito kurz vor seinem historischen Raumflug. Quelle: CNN/AP.

Am Samstagmorgen, 28. April 2001 ist um 9h37 mitteleuropäischer Sommerzeit vom kasachischen Baikonur Dennis Tito, der erste Weltraumtourist, in eine Erdumlaufbahn gestartet.

Der 60-jährige Multimillionär zahlte für seinen Flug an die russische Raumfahrtbehörde 20 Millionen US-Dollar. Die Raumfähre Soyus TM wird frühestens am Montag an die Internationale Weltraumstation ISS andocken, zuerst muss aber der noch angedockte Space Shuttle ISS verlassen.


(Quelle: www.cnn.com/SPACE) phh 28.4.2001


Mars Odyssey 2001 gestartet


Kontrollzentrum in Cape Canaveral. © NASA TV.

Die amerikanische Mars Sonde 'Mars Odyssey 2001' ist am Samstagnachmittag, 7. April 2001 erfolgreich mit einer Boeing Delta 2-Rakete von Cape Canaveral Air Force Station, Florida gestartet. Der Start konnte online live mitverfolgt werden.

Die Sonde wird am 24. Oktober 2001 beim roten Planeten eintreffen und in eine Umlaufbahn einbremsen. Von dort aus wird die Mineralogie der Marsoberfläche kartiert. Ausserdem soll die Ausdehung des gefrorenen Wassers im Marsboden bestimmt werden und die Strahlung im Marsorbit gemessen werden.

Nach den zwei gescheiterten Marssonden Climate Orbiter und Polar Lander setzt Nasa alles daran, dass diese Mission ein Erfolg wird.

(Quelle: mars.jpl.nasa.gov/odyssey/) phh 7.4.2001

 

Neuer Roboterarm für Internationale Space Station (ISS)

Installation des Roboterarms Installation des Roboterarms. © NASA.

Die STS-100 Mission des amerikanischen Space Shuttle Endeavour brachte der Internationalen Raumstation ISS einen neuen Roboterarm. Dieser erlaubt den weitere Ausbau der Raumstation und ermöglicht dessen Unterhalt. Mit dem 18m langen, fernsteuerbaren Manipulator können Geräte um die Station bewegt werden und Astronauten unterstützt werden, die im freien Weltall arbeiten. Der Arm ist mobil an der ISS festgemacht und wird auf Schienen bewegt. Die Hand selber besteht aus zwei kleineren Roboterarmen, damit der Zusammenbau von Modulen einfacher ausgeführt werden kann - diese heikle Aufgabe wurde bisher von im Weltall schwebenden Astronauten gelöst. Für den Anbau des Roboterarms waren zwei Weltraumspaziergänge nötig.

(Quelle: NASA) aba 27.4.2001

Computer-Crash auf der Raumstation

Einer der drei Systemcomputer an Bord der Internationalen Raumstation ISS ist am Mittwoch ausgefallen und hat die Kommunikation zwischen der Raumstation und dem Kontrollzentrum unterbrochen. Die Verbindung konnte kurze Zeit später über die Kommunikationseinrichtung des angedockten Space Shuttle aufgebaut werden. Seither versuchen Techniker im Missions-Kontrollzentrum in den USA die Gründe für das Problem festzustellen, hierfür mussten die Rechner neu gestartet werden.

Am Donnerstag konnte wieder von einem Laptop innerhalb der Raumstation auf den Hauptrechner zugegriffen werden und neu konfiguriert, so dass die Bodenkontrolle wieder die System der ISS überwachen konnte. Weiterhin wird versucht, die Gründe für den Ausfall herauszufinden, aber alle drei Computer scheinen nun wieder ordnungsgemäss zu funktionieren.

(Quelle: NASA) aba 27.4.2001

Entgasungsvorgänge auf dem Mond


Östlicher Rand des Mare Fecunditatis. © Philipp Heck, Urania-Sternwarte Zürich.

Die Daten der Mondsonde Lunar Prospector, die man 1999 auf den Mond abstürzen liess werden immer noch ausgewertet. Neue Ergebnisse wurden Mitte März an der Lunar and Planetary Science Conference in Houston, Texas präsentiert:

Auf der Mondvorderseite wurde über bestimmten Gebieten Entgasungsvorgänge registriert. Es handelt sich dabei um Gas, dass in der Mondkruste eingeschlossen ist und bei Mondbeben in kleinen Mengen freigesetzt wird - soszusagen Übrigbleibsel der vulkanisch aktiven Zeit des Mondes vor mindestens 2.5 Milliarden Jahren. Die radioaktiven Bestandteile des Gases (Radon und Polonium) zerfallen und erzeugen Alpha-Teilchen, welche mit der Raumsonde Lunar Prospector gemessen worden sind.

Besonders in ehemaligen vulkanischen Gebieten wie um den Krater Aristarchus mit dem Valles Schröteri, dem Rand des Mare Fecunditatis und in der Region von Sinus Medii wurden Entgasungsvorgänge registriert.

(Quelle: www.spacedaily.com) phh 31.3.2001

Tharsis und das frühe Marsklima

Eine neues Modell der frühen geologischen Geschichte von Mars erlaubt konkretere Vorstellungen vom frühen Marsklima.Das Modell konnte aufrgund von Schwerefeldmessungen und topographischen Daten von Mars Global Surveyor entwickelt werden.

Die Tharsis Region erhebt sich mehr als 10 km über die umliegende Landschaft. Sie beherbergt die grössten Vulkane des Sonnensystems, darunter auch Olympus Mons. Tharsis 'sitzt' auf Mars wie eine riesige Beule.

Die Entstehung dieses Gebietes war mit einer gewaltigen Hebung und Vulkanismus verbunden. Dadurch entstanden u.a. angrenzende Gräben und es wurden grosse Mengen von Kohlendioxid frei. Die Entgasung hatte einen Druckanstieg und eine Klimaerwärmung zur Folge, wodurch erst flüssiges Wasser auf der Marsoberfläche existieren konnte (siehe Marsartkel im Astronomielexikon). Die Bildung von Gräben und anderen geologischen Strukturen bestimmte schlussendlich den Weg des fliessenden Wassers.

Vor etwa 3.8 - 3.5 Milliarden Jahren nahm der Vulkanismus stark ab und das Kohlendioxid und Wasser verschwand grösstenteils in den Weltraum.

(Quelle: www.spaceref.com) phh 31.3.2001

 

 

Riesenteleskope zusammengeschaltet


Die beiden Keck Teleskope befinden sich auf dem 4200 m hohen, erloschenen Schildvulkan Mauna Kea auf Big Island in Hawai'i. Sie wurden von der W.M. Keck Stiftung erbaut und werden vom California Institute of Techology (Caltech) betrieben. Vergrössern. © Philipp Heck.

Am 12. März wurden die beiden grössten optischen und Infrarot-Teleskope Keck I und II zusammengeschaltet und ein Bild vom Stern HD 61294 aufgenommen. Das Licht der beiden 10-m-Spiegelteleskope wird unter die Erde geleitet und dort zu einem Bild kombiniert.

Die Methode wird Interferometrie genannt und erlaubt eine Auflösung die ein Teleskop erreichen würde, das einen Spiegeldurchmesser hätte, der so gross wie der Abstand der beiden Teleskope wäre. In Zukunft werden Beobachtungen möglich sein, die bisher unbekannte Details und Strukturen von astronomischen Objekten ans Licht bringen.

(Quelle: Keck Observatory) phh 31.3.2001

Mond um Asteroid Camilla entdeckt


Aufnahme des Planetoiden 107 Camilla und seinem Trabanten (gelber Pfeil) mit dem Hubble Weltraumteleskop. © Alex Storrs, Towson University.

Zum zweiten Mal dieses Jahr wurde ein Mond um einen Asteroiden entdeckt. Diesmal mit dem Hubble Weltraumteleskop, welches den kleinen Begleiter (<10 km) von Asteroid 107 Camilla erspähte. Somit sind heute sieben Asteroidenmöndchen bekannt.

Camilla wurde 1868 entdeckt und kreist wie Sylvia (siehe unten ) in fast 3.5 AE in rund 6.5 Jahren um die Sonne. Man könnte denken die beiden Asteroiden müssten sich auf der gleichen Bahn befinden. Die Neigung der Bahn, die Exzentrizität und auch der Abstand zur Sonne unterscheiden sich aber geringfügig.


(Quelle: www.skypub.com) phh 31.3.2001

 

Galileo-Mission verlängert bis 2003


Zerbrochene Eiskruste auf Europa. © JPL/NASA.

Die überaus erfolgreiche Raumsonde Galileo darf noch weiter den Riesenplaneten Jupiter und seine Mondwelten umkreisen. Es stehen nun neue Geldmittel zur Verfügung und erst im August 2003 will man die Sonde in die Wolkenschichten von Jupiter eintauchen lassen.

Galileo wurde 1989 gestartet und kreist seit 1995 um Jupiter. Ihre wohl spektakulärste Entdeckung ist der sehr wahrscheinliche Hinweis eines Salzwasserozeans unter der Eiskruste der Jupitermonde Europa, Ganymed und Callisto.

(Quelle: JPL/NASA) phh 31.3.2001

 

 

Mond um Asteroid Sylvia entdeckt


Aufnahme des Planetoiden 87 Sylvia mit seinem nur 7 km grossen Möndlein (Pfeil). Keck-II-Teleskop, Mauna Kea Observatories. © Michael Brown, Caltech.

Mitte Februar entdeckten Astronomen mit dem 10-m-Teleskop Keck II auf dem erloschenen Schildvulkan Mauna Kea in Hawai'i einen kleinen Mond um den 1866 entdeckten Kleinplaneten 87 Sylvia. Erste Abschätzungen der Grösse des Möndleins ergeben einen Durchmesser von nur 7 km und ein Abstand von 1'200 km von Sylvia.

Der Asteroid Sylvia hat einen Durchmesser von 260 km und kreist in einer mittleren Entfernung von 3.5 AE in rund 6.5 Jahren um die Sonne.

Ein Mond eines Kleinplaneten wurde erstmals 1993 beim Asteroiden 243 Ida von der Raumsonde Galileo auf ihrem Weg zu Jupiter entdeckt.

(Quelle: www.skypub.com) phh 4.3.2001



Mir im Pazifik versenkt

Die russische Bodenstation hat am 22. März 2001 erfolgreich die Kontrolle über die Raumstation Mir zurück gewonnen und konnte die Station stabilisieren. Es stand genügend Energie zur Verfügung, um die Triebwerke zur Stabilisierung der vorher langsam rotierenden Station zu betreiben. Allerdings arbeitete der Bordcomputer nur teilweise. Am Freitag, 23.3.2000, ist die Mir über dem Pazifik in die Erdatmosphäre eingetreten und Teile im Wasser versunken (Quelle: CNN).

Mehr dazu in unserem Mir-Artikel. ab. 30.3.2001

Newsarchiv:

Newsseite: Philipp Heck (Email) und Roland Brodbeck (Email)



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16.10.2001 17:46 Uhr, Arnold Barmettler

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