Am Himmel · News
Das Logo von www.astronomie.info: astro-info mit dem '!'
Am Himmel · News
 
Astrolexikon
 
Finsternisse
 
Planetarium
 
Sternbilder
 
Schweiz
 
Deutschland
  

Der Himmel im Dezember

Von Geminiden-Sternschnuppen und Merkur

Am Sonntagabend, 13. Dezember, und am 14. Dezember 1998 lassen sich die Sternschnuppen des Geminiden-Meteorstromes sehr gut beobachten. Wegen des spät aufgehenden Mondes stört auch kein Mondlicht eine Abendbeobachtung. Pro Minute kann im Durchschnitt etwa eine Sternschnuppe erwartet werden. Die Vorhersage dieses Stromes ist weniger spekulativ als diejenige für die Leoniden, welche im November für Schlagzeilen gesorgt haben.

Die erste skizzierte Sternkarte gibt den Morgenhimmel am 15. Dezember um 07:30 wieder. Die schmale Sichel des abnehmenden Mondes - am 18. ist Neumond - ziert den Morgenhimmel. Zu diesem Zeitpunkt steht der rote Planet Mars genau im Süden im Sternbild Jungfrau. Ab Mitte Monat lässt sich der sonnennächste Planet Merkur am Morgenhimmel blicken. Etwa ein halbe Stunde vor Sonnenaufgang befindet er sich eine Faustbreite über dem Horizont (bei ausgestrecktem Arm). Auf der Karte ist er als kleine Sichel in Horizontnähe dargestellt; im Teleskop lassen sich die Merkurphasen gut beobachten (hier können Sie ohne ein grosses Fernrohr beobachten, wie sich die Planetenansichten ändern). Merkur entfernt sich nie weiter als etwa 30 Grad von der Sonne, deshalb ist seine Beobachtung nur während der Dämmerungszeiten möglich. Da er sich im Dezember westlich von der Sonne befindet, kann er am Morgenhimmel erspäht werden. Am Abendhimmel wird er dann erst wieder anfangs März erscheinen.

An einem Dezember-Morgen lassen sich die Frühlingssternbilder beobachten: Das schöne Sternbild Löwe, der Bärenhüter und die grazile nördliche Krone bestimmen den Südhimmel.



Der Morgenhimmel am 15. Dezember über der Schweiz in Richtung Südosten


Heiligabend

Die zweite Sternkarte zeigt den Himmel über der Schweiz am Heiligabend um etwa 19:00 bei Blickrichtung gegen Süden. Der markantest hellste Stern ist der Planet Jupiter. Der zunehmende Mond nähert sich im Laufe der Nacht dem Jupiter, und er steht einen Tag später wenig östlich vom Gasplaneten.

Der zweithellste Stern am Heiligabend ist der Planet Saturn, der bereits in einem kleinen Teleskop seine Ringe dem Betrachter preisgibt.

Unsere Nachbargalaxie, der Andromeda-Nebel, steht anfangs Dezember um 20:00 und Mitte Monat um etwa 19:00 im Zenit (in der Karte etwa beim o in Andromeda. Dieser kleine diffuse Nebel zeigt seine Spiralgestalt erst in einem grösseren Teleskop oder auf einer Astrofotografie.



Der Abendhimmel am 24. Dezember über der Schweiz in Richtung Süden


Ausblick auf das Jahr 1999

Mit dem Jahr 1999 steht uns ein astronomisch ereignisreiches Jahr bevor.
Das Hauptspektakel wird ohne Zweifel die totale Sonnenfinsternis sein, welche am 11. August einen über 100 km breiten sonnenfreien Streifen quer durch Europa ziehen wird. In der Schweiz wird nur eine partielle Sonnenfinsternis sichtbar sein, wobei der Mond maximal 98 Prozent der Sonnenscheibe bedecken wird. Aber bereits in der Gegend von Strassbourg, Reutlingen oder Ulm wird der Mond die gesamte Sonne bedecken. Mehr zu diesem Thema finden Sie auf der speziellen Finsternissseite.

Neben der Sonne bedeckt der Mond im Jahreslauf aber auch noch weitere helle Sterne und Planeten. Im November könnten die Leoniden ein weiteres Highlight des vergehenden Jahrhunderts werden: Ein Sternschnuppensturm, dies ist wiederum ein sehr seltenes und eindrückliches Ereignis.

Weitere Hinweise zu Beobachtungen finden Sie auf den Seiten des Beobachters auf astro!nfo.

Weiterveröffentlichung, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung des Autors.

Dieser Bericht erscheint auch bei



Top of Page

12.10.2001 12:36 Uhr, Arnold Barmettler

astro!nfo